Projekt 4: Soluna
Soluna, ein mächtiger Baum, der die Jahrtausende überdauerte.
Schon lange bevor Hexen ihre ersten Zauber sprachen und Einhörner durch die Wälder streiften, stand Soluna an seinem Platz – als wäre er aus der Welt selbst herausgewachsen. Man sagt, tief in seinem Inneren pulsiere ein uraltes Herz aus Licht und Magie. Jeder Schlag sendet einen sanften Schimmer durch die Luft, der sich wie ein unsichtbares Netz über das Land legt und alles Lebendige miteinander verbindet.
An einem seiner Äste hängt eine ewige Laterne, deren Flamme niemals erlischt. Die Hexen nennen sie Lux Lucens. Ihr Licht ist warm und klar, und es heißt, dass sie den Weg zu verborgenen Orten der Magie weist. Wer unter ihr steht, hört manchmal ein leises Wispern – als würde Soluna selbst uralte Geheimnisse preisgeben.
Ein Mondanhänger, ein Geschenk der Einhörner, hängt von einem mächtigen Ast herab. Er fängt das sanfte Mondlicht ein und verwandelt es in einen schützenden Schleier. Wanderer, die sich verirrt haben, finden unter seinem Schein Ruhe, und jene, die Trost suchen, spüren eine tiefe, friedliche Stille, als würde der Mond selbst sie umarmen.
So wacht Soluna über Tag und Nacht, über Magie und Leben, über Hexen und Einhörner.
Er ist der stille Hüter zwischen den Welten – und solange sein Herz schlägt, bleibt das Gleichgewicht bestehen.
